02.05.15: Ntshondwe Camp (Ithala Game Reserve)

25 Okt

Gegen 6 Uhr sind wir auf den Beinen, packen unsere Sachen und schauen gegen 07:30 Uhr an der Rezeption vorbei, da das laut der Unterlagen im Zelt zum Auschecken notwendig ist. Dort sagt man uns allerdings, das würde am Gate abgewickelt. Also machen wir uns auf den Weg Richtung Nyalazi-Gate und sehen kurz hinter dem Camp ein paar Autos stehen. Und wir haben Glück – in etwas Distanz sind zwei männliche Löwen zu sehen. Wie wir von den anderen erfahren, haben die beiden kurz zuvor sogar miteinander gekämpft. Jetzt lassen sie es aber eher ruhig angehen.

Heute ist Samstag und der Park ist deutlich voller als die Tage zuvor. So sammeln sich bei uns auch die Autos. Irgendwann sind die Löwen genervt, drehen ab und verschwinden in einer Senke und damit aus unserem Blick. Nach einer Weile fahren wir dann auch weiter. Unterwegs tauschen wir wie gewohnt Infos mit entgegenkommenden Autos aus und werden immer nach „den Löwen“ gefragt. Gemeint sind aber nicht die zwei von vorhin, sondern das große Rudel in der Nähe des Mpila Camps. Heute nacht soll es zwei Kills gegeben haben, einen Büffel und eine Giraffe. Bei denen, die uns entgegenkommen, handelt es sich fast ausschließlich um Südafrikaner, die einen Tagesausflug machen bzw. übers Wochenende im Park sind und von besagten Kills vermutlich im Internet gelesen haben. Entsprechend zügig sind sie gen Mpila-Camp unterwegs und nehmen sich wenig Zeit für anderweitige Sichtungen. Schade eigentlich!

Am Gate wollen wir dann „auschecken“, wir sollen aber einfach ausfahren, es muss nichts weiter gemacht werden. Über die R618, die zwischen dem Hluhluwe- und dem Imfolozi-Teil durchführt und noch ein paar Tiersichtungen ermöglicht, fahren wir Richtung Ithala Game Reserve. Nach ca. 50 km halten wir in einem Dorf, um zu tanken. Hier ist die Hölle los, vor allem an den ATMs (schließlich ist Monatsbeginn und die Leute heben ihr Geld ab). An der Tankstelle müssen wir daher ein wenig warten und haben Zeit, uns umzuschauen. Jemand läuft im Deutschland-Trikot herum, ein paar Meter entfernt steht ein Geldtransporter, mit Maschinengewehr bewacht.

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Nach dem Tanken fahren wir weiter Richtung Louwsberg und dann in das Ithala Game Reserve. Wir werden unheimlich freundlich empfangen. Gerade bei den internationalen Besuchern ist der Ithala ja noch eher ein Geheimtipp und liegt zumindest nicht auf der typischen Erstfahrer-Route. Die Mitarbeiter freuen sich sichtlich darüber, dass wir von so weit her gekommen sind und sind stolz auf den schönen Fleck Natur, auf dem sie arbeiten. Zu Recht!

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Wir füllen die nötigen Unterlagen aus und fahren zunächst eine gute Stunde auf Gamedrive, da es zum Einchecken ohnehin noch zu früh ist. Die Landschaft ist wunderschön, wir sehen viele Zebras und Antilopen. An ausgewiesenen View Points darf man hier sogar aussteigen. Es ist toll, auf einer Bank zu sitzen und die wunderbare Aussicht zu genießen, während hinter einem eine Herde Zebras am Wasserloch steht!

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Dann checken wir im eindrucksvoll an einem hohen Felsenkliff gelegenen Ntshondwe Camp ein. Die Mitarbeiterin an der Rezeption ist ebenfalls unheimlich herzlich und erklärt uns die verschiedenen Aktivitäten, den Weg zur Unterkunft etc. Die Game Drives sind mit 200 R sehr günstig. Das Camp wartet mit Bar, Shop, Coffee Shop und Restaurant auf. Wir reservieren im Restaurant einen Platz für heute abend und suchen dann unsere Unterkunft auf. Wir haben Chalet Nr. 24, direkt unterhalb des Pools gelegen. Sehr hochwertig ausgestattet und geräumig für eine Unterkunft im Nationalpark. Selbst einen Fernseher mit SAT-Antenne gibt es, wovon wir aber keinen Gebrauch machen.

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Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt haben, stillen wir unseren Hunger mit ein paar Kleinigkeiten im Coffee Shop. Malte isst einen Burger, ich bekomme einen griechischen Salat. Wir genießen unser Essen auf der überdachten Terrasse am Wasserloch.

Hier kommen wir mit den anderen beiden Gästen auf der Terrasse ins Gespräch, einem netten südafrikanischen Ehepaar. Sie leben ca. eine Stunde von Johannesburg entfernt, managen eine Farm und bereisen als eifrige Birder gerne die Nationalparks in KwaZulu-Natal und darüber hinaus. Für künftige Reisen legen sie uns den Mkhuze Park und Sansibar ans Herz, was wir gerne berücksichtigen werden :)! Wir „verquatschen“ uns total, sprechen über Gott und die Welt und stellen gegen 17:30 Uhr fest, dass sich ein Game Drive heute nicht mehr lohnt :D.

Wir steigen aber noch auf den kleinen Koppie im Camp, von dem man einen schönen Rundum-Ausblick hat. Auf dem Rückweg zur Unterkunft läuft uns noch ein Duiker über den Weg.

Um ca. 19 Uhr essen wir dann im Restaurant zu Abend. Dabei kommen wir am Empfang vorbei, die Dame dort wünscht uns einen schönen Abend und wir unterhalten uns ein wenig. So so so nett, wirklich toll hier! Da das Camp am Wochenende gut belegt ist, gibt es Essen vom Buffet. Sehr lecker und hochwertig, u. a. Miesmuscheln, diverse Salate, selbstgebackenes Brot, Kudu- und Rinderbraten und vieles mehr. Dazu genießen wir eine Flasche Riesling. Unser Kellner ist wirklich hochengagiert und darauf bedacht, „Haltung“ zu wahren. Bei unserer Weinauswahl ist er allerdings leicht überfordert und holt Unterstützung. Wie sich herausstellt, ist von der wirklich umfangreichen Weinkarte nur der Riesling verfügbar 😉 – der schmeckt dafür aber auch wirklich gut und wird wiederum formvollendet eingeschenkt, inklusive Vorabverkostung durch Malte.

So verbringen wir einen schönen Abend – und ich könnte mir keinen Ort vorstellen, an dem ich an meinem heutigen runden Geburtstag lieber wäre :).

Auch die französische Reisegruppe tut dem keinen Abbruch. Viele scheinen kein Wort Englisch sprechen zu können oder zu wollen, auch nicht die jüngeren Reiseteilnehmer. Und ‚bitte‘ und ‚danke‘ scheint der Großteil leider gar nicht zu beherrschen, egal in welcher Sprache…  „´ümmeldümm“ quasi ;). Zwei der Gruppenreisenden, etwa in unserem Alter (!), waren uns heute nach dem Einchecken bereits entgegengekommen und haben quasi mit Händen und Füßen statt auf Englisch nach dem Restaurant gefragt. Ihre Erleichterung war immens groß, als ich dank Schulfranzösisch helfen konnte ;). Die beiden waren aber wenigstens nett dabei. Heute abend ist größtenteils eher Fremdschämen angesagt…

Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch das Camp und sehen ein Bushbaby :). An unserem Haus zeigt sich außerdem eine Ginsterkatze. Gegen 22:30 Uhr fallen wir dann todmüde ins Bett.

01.05.15: Hluhluwe-Imfolozi (Mpila Camp)

11 Sep

Gegen 05:45 Uhr stehen wir nach einer ruhigen, recht kühlen Nacht auf. Gegen 06:20 Uhr sitzen wir im Auto und fahren heute mal in die andere Richtung, zum Hilltop Camp. Dort angekommen holen wir uns Eis, kalte Getränke und Briefmarken, so dass wir unsere Postkarten auf den Weg bringen können. Wir genießen die Aussicht und schlabbern unser Eis.

Nach einer Pause geht es weiter Richtung Memorial Gate, wo wir viele Tiere vor die Linse bekommen. Auf dem Parkplatz dort stoppen wir auch noch mal und kommen mit einem südafrikanischen Reiseleiter ins Gespräch, der uns auf eine Schlange und ein Chamäleon in einem Busch hinweist. Später kommt noch der weibliche Tourguide hinzu und zeigt ihrer kleinen Reisegruppe besagte Tiere. Allesamt sehr nett; wir erfahren, dass es sich um eine brown-spotted bush snake (nicht giftig) handelt.

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Wir fahren weiter und nehmen einen extrem schlechten, stark ausgewaschenen Gravel Road Loop. Hier wäre sicherlich ein Hinweis zumindest für die Autofahrer ohne SUV sinnvoll, Bodenfreiheit ist allemal von Nöten und drehen ist auf dem schmalen Weg schwierig. Hinter dem Hilltop kommen wir wieder raus. Auf einem Picknickplatz machen wir Pause und fahren dann zurück zum Mpila Camp.

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Auf dem Weg sehen wir in einiger Entfernung kämpfende Rhinos (!), aus größerer Nähe badende Rhinos, Giraffen, Büffel, Elefanten, Zebras, Gnus, Nyalas, Kudus, Wasserböcke, diverse Spinnen, Warzenschweine und Impalas. Wir können uns heute über Sichtungen nicht beschweren!

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Nachdem es gestern eher bedeckt und vergleichsweise kühl war, knallt heute wieder die Sonne vom strahlend blauen Himmel.

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Wir beenden den Tag mit Straußensteak, Salat und Brot und gehen zufrieden schlafen.

30.04.15: Hluhluwe-Imfolozi (Mpila Camp)

9 Sep

Um 5 Uhr sind wir bereits wach, im Nachbarzelt geht es heiß her :D… Ein halbes Stündchen später sind wir auf den Beinen, machen uns fertig und verlassen kurz nach 6 Uhr das Camp Richtung Imfolozi-Teil. Und es könnte nicht besser losgehen! Wenige Kilometer hinter dem Camp geht es über einen kleinen „Huppel“ rechts ab an ein Wasser- bzw. derzeit Schlammloch. Von der Straße aus nicht einsichtig, bietet es gerade mal Platz für maximal drei Autos.

Und so kommt es, dass wir drei stattliche Löwen ganz für uns alleine haben :D! Vermutlich haben wir diese Herrschaften gestern nacht gehört. Wir frühstücken ein bisschen im Auto und beobachten die Raubkatzen (oder beobachten sie eher uns?).

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Nachdem wir dies eine ganze Weile genossen haben und sich die Löwen ein wenig abseits bewegt haben, fahren wir raus und geben dem uns entgegenkommenden Wagen den Tipp, doch mal abzubiegen :).

Um die Mittagszeit machen wir Pause im Mpila Camp und vertreten uns ein wenig die Beine. Nachmittags geht es wieder auf Pirsch, wir fahren einige Loops ab und sehen viele Tiere. Unterwegs stoppen wir des öfteren, unterhalten uns nett mit anderen Reisenden und tauschen uns über unsere Sichtungen aus.

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Abends gibt es noch einmal leckere Straußenbuletten und Beef, Champignons, Salat und grüne Paprika. Dazu leckeren Wein und Hyäne – vor der Veranda versteht sich :D. Allerdings ein kleineres, dafür noch zutraulicheres Exemplar. Wie ein Hündchen legt sie sich relaxt vor unsere Terrasse und pooft.

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29.04.2015: St. Lucia –> Hluhluwe-iMfolozi (Mpila Camp)

7 Sep

Wieder sind wir gegen 07:00 Uhr auf den Beinen und packen schon einmal ein paar Sachen zusammen. Beim Frühstück erfahren wir, dass die niederländische Familie kein Hippo-Glück hatte, das amerikanische Paar aber einen schönen Tagesausflug in den Hluhluwe-Imfolozi. Zwar hatte es in der Nacht zuvor auch dort geregnet, so dass sich nicht ganz so viele Tiere blicken ließen, dafür waren sie ganz nah an Löwen mit Babys dran. Sehr herzlich verabschieden wir uns voneinander, dann checken wir aus, plauschen noch ein wenig mit den Inhabern und packen unsere Sachen ins Auto.

Am Estuary Beach stoppen wir noch kurz und laufen Richtung Mündung, von wo wir zahlreiche Krokos und Hippos erspähen können. Wir kreuzen mehrere Hippo-Spuren, halten aber selbstredend gebührenden Abstand von den Tieren :). Anschließend laufen wir zum Wasser, stecken noch einmal unsere Füße in den warmen, Indischen Ozean und verabschieden uns vom Meer. Die Brandung ist sehr hoch, ich habe noch nie an einem Sandstrand mit so hohen Wellen gestanden!

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Dann geht es auf Richtung Mtubatuba, am Strandzugang kommt uns noch das Eigentümerpaar des Guesthouses auf Beach Cruisern, Fahrrädern mit extra breiten Reifen, entgegen. St. Lucia ist wirklich ein Dorf!

In Mtubatuba decken wir uns ordentlich für die nächsten Tage ein, neben Lebensmitteln kaufen wir u. a. eine Kühlbox aus Kunststoff. Der Ortskern Mtubatubas ist „wuselig“ mit großem Markt, etwas außerhalb liegt ein kleines Shopping Center mit Pick’n Pay und Co.

Wir fahren zum Nyalazi Gate des Hluhluwe-Imfolozi und holen uns bei der sehr freundlichen Mitarbeiterin das Permit ab. Dann machen wir uns auf den Weg zum Mpila Camp, wo wir ein Safari Tent gebucht haben. Unterwegs sehen wir ein Kudu – und unzählige Schlaglöcher. Seit unserem letzten Aufenthalt 2011 ist die Straße extrem schlecht geworden. Teilweise kann man gar nicht um die Löcher herumfahren, sondern muss sich für das jeweils kleinere Übel, sprich kleinere Loch entscheiden – und bisweilen fehlt die Asphaltdecke auch ganz und man fährt komplett über Schotter. Letzteres ist die angenehmere Variante, so besteht zumindest nicht die Gefahr, sich die Reifen an den scharfen Asphaltkanten aufzuschneiden. Es wäre schön, wenn diese Hauptachse durch den Park in akzeptablem Zustand gehalten würde – gerne auch als gepflegte Schotterstrecke.

Gut durchgerüttelt kommen wir gegen 14:30 Uhr am Camp an und checken ein. Wir beziehen Safari Tent 26, wozu wir die extrem schlechte Zufahrt nehmen müssen. Da wir relativ viel Bodenfreiheit haben, ist das kein Problem. Wir fragen uns nur, was Leute mit „normalen“ Autos (Corolla & Co.) machen. Auch hier wäre etwas mehr Pflege der Infrastruktur schön.

Wir laden unsere Sachen unter den Augen der obligatorischen Vervet Monkeys aus. Das Küchenzelt ist wie 2011 auch schon doppelt verriegelt. Wir wundern uns noch, dass das Wohnzelt ganz ohne Schutz ist, können Affen etwa keine Reißverschlüsse öffnen? Dann machen wir uns aber auch direkt auf den Weg Richtung Park. Im Shop stoppen wir kurz, besorgen noch Insekten-Repellent, das es im Supermarkt in Mtubatuba nicht gab, Postkarten, Briketts und kühle Getränke. Ich stelle fest, dass wir die Karte des Parks vergessen haben. Eine glückliche Fügung des Schicksals ;). Wir drehen noch mal, ich springe schnell aus dem Wagen und gehe die letzten Meter zum Zelt, damit Malte die steile Stelle nicht erst runterfahren muss. Schon unterwegs höre ich Affen laut schreien und mir schwant Übel. Und tatsächlich: Als ich die Terrasse betrete, rennen drei Vervets aus dem Zelt raus! Sie können also doch Reißverschlüsse bedienen :D! Im Zelt hatten sie auch bereits meine Laptoptasche geöffnet, in der ich diverse Unterlagen transportiere. Essbares war „leider“ nicht zu holen. Aber unsere Karte des Hluhluwe-Imfolozi hat nun Zahnabdrücke von Vervets :D. Noch mal Glück gehabt, dass sie nicht mehr Zeit hatten, um auf die Suche zu gehen! Ich schließe wieder alle Reißverschlüsse und mache mir Gedanken zur Sicherung. Dabei entdecke ich einen Karabiner am Zelt, mit dem man den inneren mit dem äußeren Reißverschluss sowie einer Befestigung am Boden verbinden kann. Letztere ist schon recht ausgefranst und war zuvor gut unter dem Zelt selbst verborgen :D…

Dann geht es zurück ins Auto und ich berichte Malte vom Tathergang, während wir uns in den Imfolzi-Teil auf Pirsch begeben. Erst sehen wir recht wenig, zum Abend hin werden die Tiere aber zahlreicher und wir bekommen Giraffen, Impalas, eine beeindruckend große Spinne sowie ein White Rhino samt Nachwuchs vor die Linse. Auf der Rückfahrt ins Camp gegen 17:40 sehen wir im Camp selbst noch eine Kudu-Kuh mit Kleinem.

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Wir duschen und schmeißen den Grill an, heute gibt es Straußen-Buletten sowie Rindersteak, außerdem Salat mit frischen Champignons. Schon während der Vorbereitung des Essens kommt einer der Hauptgründe für den erneuten Aufenthalt hier im Park und speziell im Mpila-Camp – eine Hyäne schaut, was wir da so Schmackhaftes zubereiten! Auch während des Essens besucht sie uns wiederholt, wenn auch erfolglos ;).

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Das Wetter ist angenehm warm, auch am späteren Abend noch, und wir nutzen die Zeit, um Karten zu schreiben. Der Mond hat einen riesengroßen Hof – gibt es etwa Schnee ;)?

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Nachts hören wir sehr lautes Löwengebrüll, vermischt mit Hyänenschreien. Vielleicht haben wir morgen früh Glück und sehen die Urheber?

28.04.2015: St. Lucia (Eastern Shores, Cape Vidal)

6 Sep

Gegen 07:00 Uhr zieht es uns bereits aus den Federn und gegen 08:00 Uhr frühstücken wir gemütlich auf der Terrasse. Für ein Geburtstagskind unter den Gästen gibt es Sonderdeko am Tisch, ein Ständchen des Teams und sogar Kuchen :)! Und als besonderes Extra Mangusten, die durch den Garten flitzen!

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Nach der Stärkung packen wir ein paar Sachen zusammen und fahren noch einmal auf eigene Faust durch den Eastern Shores-Teil des iSimangaliso Wetland Parks. Wir zahlen für uns beide und das Auto auch hier 131 Rand, die Wild Card gilt in diesem Park nicht. Uns begegnen Büffel, Hornbills, diverse Antilopen, Rhinos, Hippos, Warzenschweine, Schmetterlinge, Pillendreher, Zebras – eine schöne „Ausbeute“. Die verschiedenen Look Outs werden von uns abgeklappert, und am Mission Rocks kommen wir mit einem netten, bayrischen Pärchen ins Gespräch. Da die Route ja mehr oder weniger vorgegeben ist, sehen wir uns noch einige weitere Male – und auch abends am Spar-Markt nochmal :).

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Gegen 15 Uhr kommen wir am Cape Vidal an, wo Samango-Affen durch die Gegend springen und auf Beute hoffen. Als wir im Oktober 2011 hier waren, war das Meer sehr ruhig, es war kurz nach dem Tiefstand des Wassers und in diversen Felseneinschnitten konnte man ganz ohne zu schnorcheln Muscheln, Fische, Krabben & Co. entdecken. Dieses Mal ist das Meer hingegen viel rauher, mit recht starkem Seegang. Wie unterschiedlich ein und der selbe Ort doch zu verschiedenen Zeitpunkten erscheinen kann!

Wie auch beim letzten Mal ist der Strandbereich direkt am Zugang vom Parkplatz recht gut belegt (für europäische Verhältnisse allerdings leer :D), die südafrikanischen Urlauber sind mit Kind, Kegel, Pavillons, Strandmuscheln, Liegen, Kühlboxen und Co. gekommen. Läuft man auch nur einige Meter nach links oder rechts, liegt man vollkommen ruhig und einsam an einem Traumstrand. Weißer Sand, blaue Wellen, grüner „Urwald“, der bis an den Strand wächst. Wunderschön – „picture perfect“. Wir lassen uns nieder, lesen ein wenig und entspannen uns.

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Später machen wir uns auf den Rückweg und halten noch kurz bei Mission Rocks am Strand, wo es Rock Pools mit Krabben & Co. gibt. Es geht aber erst auf die Ebbe zu und noch ist der Wasserstand recht hoch. Da wir den Park wieder pünktlich verlassen müssen, können wir ohnehin nicht lange bleiben und fahren gegen 17:30 Uhr raus.

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Auf dem Rückweg zur Unterkunft holen wir kurz noch Geld, im Guesthouse angekommen duschen wir und machen uns dann auf den Weg ins Ortszentrum. Obwohl nicht weit, verfransen wir uns mal wieder ein wenig und laufen einmal mehr als nötig im Karree – dabei ist der Ort ja nun wirklich nicht groß :D.

Heute essen wir im Brazza mit mosambikanischer/portugiesischer Küche, sehr lecker! Hier könnte man, da es sich um ein und denselben Eigentümer handelt, auch Gerichte aus dem Ocean Basket bestellen. Aber wir halten uns an die Karte des Brazza; für Malte gibt es Fleisch am herabhängenden Spieß (Espetada), ich nehme einen Salat mit Steakstreifen. Dazu eisgekühltes Savanna Dry und als „Nachtisch“ einen Strawberry Daiquiri für mich und einen Spezialcocktail des Hauses mit Wassermelonenpüree für Malte. So lässt es sich aushalten! Alles schmeckt prima und die Bedienung ist sehr freundlich.

Ebenfalls im Restaurant ist die niederländische Familie aus unserem Guest House, die heute abend mit dem Auto auf „Hippo-Streife“ gehen möchte. Wir haben genug für heute, sind satt und müde und machen uns daher auf den Heimweg, zumal es morgen weiter in den Hluhluwe-Imfolozi geht.

27.04.2015: St. Lucia (Bootstour & Western Shores)

19 Jul

Bereits um 05:50 Uhr bin ich wieder wach, irgendein Vogel, der mich auch in Kapstadt bisweilen geweckt hat, ist mir bis nach St. Lucia gefolgt. Ist das eine Egyptian Goose? Ich weiß es nicht, drehe mich noch mal um und versuche, noch etwas zu schlummern.

Um 07:00 Uhr ist die Nacht aber endgültig vorbei, eine knappe Stunde später sitzen wir dann beim leckeren Frühstück mit herrlichen Blick auf den Garten. So lässt es sich aushalten!

Anschließend packen wir unsere Taschen ein wenig um, sind wir die nächsten Wochen doch deutlich mehr im Auto unterwegs. Wir setzen uns auf die Terrasse und bestaunen die großen, bunten Schmetterlinge, die hier herumfliegen.

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Überpünktlich werden wir dann um halb 10 wieder von Shakabarker Tours abgeholt, unser heutiger Guide ist Anthony, genau wie Shikawe super freundlich. Mit uns wird von unserem Guesthouse noch ein älteres (aber junggebliebenes) texanisches Paar abgeholt, mit denen wir uns sehr gut verstehen. Karen ist gebürtige Amerikanerin, Nils kommt ursprünglich aus Dänemark. Ihre Tochter hat während ihres Studiums bei einem Auslandsaufenthalt ihren Mann kennengelernt, der Niederländer ist. So waren Karen und Nils schon des öfteren in Europa. Eine internationale Familie :D!

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Auf dem Weg zum Anleger holen wir noch weitere Gäste ab, insgesamt sind wir ca. 15 Leute. Vor Ort erfahren wir dann viel Interessantes zum iSimangaliso Wetlands Park und stechen „in See“. Das Boot gehört zu den kleinsten Ausflugsbooten, was sehr angenehm ist. Wir sehen viele Hippos, Krokodile, Vögel und Büffel, und lernen auch noch so manches über ihre Verhaltensweisen und Gewohnheiten. Zwischendurch gibt es Kaffee, Tee etc. und Rusks. Ein rundum gelungener Ausflug!

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Gegen 12:30 Uhr sind wir wieder am Guesthouse, pausieren kurz und fahren dann zu den Western Shores, die wir noch nicht kennen. Dieser Teil des Parks ist erst seit ca. 1,5 Jahren offen für Individualtouren, bei unserem letzten Aufenthalt 2011 war der Besuch „auf eigene Faust“ daher noch nicht möglich. Wir sind gespannt auf unsere erste eigene Pirsch während dieser Reise, haben aber keine allzu großen Erwartungen an die Tierwelt.

Am Gate/der Rezeption melden wir uns an, haben dummerweise aber beide sowohl Pass als auch Führerschein versehentlich im Guesthouse gelassen. Wie doof! Glücklicherweise hatte ich die Pässe aber vor Abflug einmal abfotografiert und dadurch noch als Bild auf dem Handy, wodurch wir nicht erst wieder zurückmüssen, sondern unser Day Preit erhalten und einfahren dürfen. Die Mitarbeiter sind allesamt sehr freundlich und freuen sich sichtlich über uns Besucher :).

Dadurch, dass dieser Teil des Parks noch so „jung“ und dadurch relativ unbekannt ist, sehen wir während der Fahrt nur drei andere Autos, was wirklich klasse ist.

Wir fahren alle Loops ab und sehen Waterbucks, Red Duiker, Grey Duiker, Reedbucks, Kudus, Nyalas, Zebras, Giraffen, sogar Rhinos in der Ferne, außerdem Gnus, diverse Schildkröten, einen Frosch, Schreiseeadler, Saddle-Billed-Storks, Trumpeter Hornbills und und und. Wahnsinn, mit solch einer guten Ausbeute haben wir im Leben nicht gerechnet!

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Für den Aerial Boardwalk, der toll angelegt ist, bleibt uns leider nicht mehr so viel Zeit. Dabei haben wir ihn ganz für uns alleine, begegnen dort einem Red Duiker, einer Schildkröte und einem Frosch und genießen es sehr. Der Ausblick ist fantastisch, wir sehen und hören jede Menge Hippos in den Seen und Sümpfen.

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Gegen 17:30 Uhr, kurz vor Schließung, fahren wir dann aus dem Park raus. Alles in allem ein wunderschöner Parkabschnitt, in dem es gerne noch viele Jahre so schön einsam bleiben kann ;). Hier lohnt es sich auch, einen ganzen Tag Zeit mitzubringen.

Wir ziehen uns im Guesthouse kurz um und laufen dann ins Zentrum, wo wir im Reef and Dune lecker zu Abend essen. Malte bekommt den Fish of the Day, ich esse einen Salat mit Cajun Chicken; als Nachtisch teilen wir uns leckere „Zulu Kisses“ :). Sehr nette Bedienung, außerdem sitzt man auf der Terrasse schön. Die Musikauswahl ist interessant, ein bunter Mix, und auch Johnny Clegg kommt mit Scatterlings of Africa zum Zug <3. Wir treffen noch unsere Mitbewohner im Guesthouse, die niederländische Familie. Sie wollen sich heute abend noch mit dem Auto auf „Hippo-Pirsch“ durchs Dorf begeben.

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Uns zieht es aber nach Hause, nachdem wir uns noch etwas die Beine in diesem angenehmen Klima vertreten haben. Kaum angekommen, hören wir Geräusche aus dem Garten. Bush Pigs :D!

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Später gewittert es ein wenig, eine tolle Atmosphäre :). Gecko Alfredo ist natürlich auch wieder in Stellung und bewahrt uns vor Mücken.

26.04.2015: Kapstadt -> St. Lucia

16 Jun

Um 06:20 Uhr hören wir auf, die Snooze-Taste zu betätigen und stehen auf. Schnell machen wir uns fertig, packen das Gepäck ins Auto und machen uns auf den Weg zum Flughafen.

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Frisch getankt geben wir den Wagen bei Avis ab, was schnell und reibungslos läuft. Mit dem Gepäcktrolley rollen wir ans Self Service-Terminal und drucken die Bordkarten aus. Prima Sache! Wir geben das Gepäck auf und haben nun noch etwas Zeit. Im Vida e Café holen wir uns belegte Brötchen und Chocolate Mochas. Sehr lecker und total freundliche, lustige Mitarbeiter!

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Ich kaufe mir noch ein paar Bücher an einem Restposten-Stand im Flughafengebäude, bevor es dann irgendwann durch den Sicherheitscheck und zu Gate A8 geht.

Aber, oh weh, wir sind verwirrt. Hier ist nur Port Elizabeth angeschrieben, nirgends Durban. Wir folgern, dass wir vermutlich einen Zwischenstopp dort machen, da Flugnummer, -zeiten etc. passen. Aus dem Flugplan lässt sich dies aber nicht entnehmen und die beiden Mitarbeiter (vom Flughafen sowie von der Airline) können uns leider auch nicht weiterhelfen. Naja, wird schon schief gehen ;). Im Wimpy direkt hinter unserem Wartebereich sitzen lustigerweise einige Spieler der Bulls (das Verlierer-Rugby-Team von gestern) :D!

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Der Flug ist angenehm, wir haben viel Platz, eine tolle Aussicht auf die Küstenlinie, die wir überfliegen, das belegte Brötchen ist lecker und vor allem: Wir dürfen nach der Landung in P. E. sitzen bleiben und weiter mit nach Durban fliegen ;). Juhuu! Ist ganz witzig, wie nach der Landung die Reinigungskräfte den Flieger stürmen und in Windeseile alles auf Vordermann bringen.

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Auch der zweite Flugabschnitt ist angenehm, das identisch belegte Brötchen schmeckt auch dieses Mal 😉 und gegen 13:30 Uhr landen wir in Durban. Dort holen wir erst die Koffer und dann bei Avis den Mietwagen ab, wieder problemlos, die Mitarbeiter sind sehr freundlich. Wir bekommen einen grauen Hyundai iX35 in 1a-Ausstattung, der uns gut gefällt und uns sehr zuverlässig durch’s Land bringen wird.

Durch üppig grüne Landschaft geht es über eine super Autobahn sowie gute Landstraße nach St. Lucia zum Elephant Coast Guesthouse, wo wir herzlich willkommen geheißen werden. Die Betreiber sind aus den Niederlanden ausgewandert und kennen als Niederländer natürlich auch unsere Heimat, das Sauerland :). Uns wird alles ausführlich erklärt und wir buchen für den selben Abend noch einen Night Drive durch den iSimangaliso Wetland Park (Eastern Shores) und eine Bootstour für den nächsten Morgen (beides mit Shakabarker Tours, sehr zu empfehlen!).

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Wir vertreten uns die Beine, laufen die kurze Strecke ins Dort und besorgen ein paar Dinge im Spar. Dann traben wir zurück zum Guesthouse, wo wir uns nett mit einer niederländischen Familie unterhalten (und die natürlich auch das Sauerland kennt 😀 ).

Auf der Terrasse schreibe ich ein wenig am Reisebericht, gehe ab und an das kurze Stück zum schön angelegten Pool und blicke in den wundervollen Garten. Und auf einmal liegt da doch glatt ein Red Duiker :D!

Unser Zimmer ist groß, schön eingerichtet und tip top gepflegt. Den obligatorischen Hausgecko entdecken wir abends dann auch an der Zimmerdecke, er heißt übrigens Alfredo :).

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Um 20 Uhr werden wir mit einem offenen Safari-Wagen von unserem Guide Shikawe eingesammelt. Außer uns fahren noch zwei andere Paare mit, die wir ebenfalls einsammeln, bevor es durch das Entrance Gate in den Park geht. Alle sind sehr nett, der Shikawe sowieso, wir haben eine tolle Fahrt vor uns :)! Hier dürfen die Guides andere Wege fahren als die Touristen tagsüber und wir kommen in einige sehr schöne Ecken. Vor allem die engbewachsenen „Jungle“-Passagen finde ich toll! Wir sehen Bushbabys (die nicht völlig erschrocken von Baum zu Baum springen, siehe unser Bericht zum Night Drive im Etosha), Waterbucks, Reedbucks, Grey sowie Red Duiker, Zebras, Kudus, Büffel, Gnus, Night Jars, ein Genet und ein kleines, grünes Chamäleon <3! Shikawe erklärt viel und gestaltet die Fahrt total schön, es gefällt uns außerordentlich gut. Zwischendrin machen wir mit Kaffee, Tee, Hot Chocolate und Rusks Pause. Fühlt sich gut an, im Dunkeln mitten im Park um das Auto versammelt zu stehen – eine ganz besondere Atmosphäre :)!

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Doch auch die schönste Fahrt geht irgendwann zu Ende und gegen 23 Uhr setzt Shikawe uns am Guesthouse ab. Malte erlegt zwei Moskitos (einer hat mich bereits erwischt), Alfredo hat geschlampt ;). Ansonsten bleibt die Nacht aber ruhig und wir schlafen prima :).